Meine Krankengeschichte
Anfang September 2006:
Samstag, den 16.9.06:
Sonntag, den 17.9.06:
Montag, den 18.09.06
2 Tage nach der Aufnahme findet die erste Untersuchung am Herz statt (
u.a. Herzecho); Diagnose: akute Endokarditis (=Entzündung der Herzinnenhaut, hervorgerufen durch eine allgemeine Abwehrschwäche)
17.30 Uhr: Mein Vater, der gerade mit Bruder Fabian zu Besuch ist, erhält die Nachricht, dass noch an diesem Tage eine Not-Operation am Herzen erfolgen müsse, die in der Charité Campus Mitte stattfinde; Transfer mit Krankenwagen,
OP wird vorbereitet;
Erste Operation nach der Ross-Methode (Pulmonal und Aortenklappe werden getauscht);
ca. 10 Tage auf der Intensivstation;
nach
ca. 14 Tagen: Rücküberführung in die Charité Campus Benjamin Franklin; Betreuung durch
Prof. Schultheiss und seinem Assistenten
Dr. Bilger
Mitte Oktober 2006:
Problem mit der „neuen“ Aortenklappe (festgestellt durch Schluckecho), die von Staphylococcen befallen ist; es muss eine erneute
OP (= in der Fachsprache als “Re- Operation” bezeichnet) erfolgen;
erneuter Transfer in die Klinik Charité Campus Mitte;
Zweite Operation am 20.10.2006
Aortenklappe wird durch eine biologische Klappe (Schweineklappe) ersetzt;
Nach
ca. 10 Tagen: wieder Rücküberführung in die Charité Campus Benjamin Fanklin;
Ende Oktober 2006:
Aneurysma, d.h. eine Ausbeulung an der Aorta wird entdeckt (Lebensgefahr!);
zusätzlich treten erneut Probleme mit der Klappe auf (durch Schluckecho);
Prof. Schultheiss, Charite Campus Benjamin Franklin, “traut dem Operateur in Mitte,
Prof. Konertz, diese
OP nicht mehr zu”(!) und nimmt Kontakt mit dem Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen (Universität Bochum) auf;
Montag, den 7.11.06
November 2006:
Dritte Operation am 8.11.06
nach zwei Tagen wird festgestellt, dass das Herz allein nicht mehr anspringt;
Benachrichtigung der Eltern über diesen Zustand sowie Einholung der Erlaubnis, das Herz durch ein Kunstherz zu ersetzen;
Vierte Operation am 10.11.06
Implantation eines Kunstherzens (Modell Thoratec TAH) angeschlossen; zum Estaunen der Ärzte erhole ich mich glücklicherweise relativ schnell, sodass Anfang Dezember 2006 der Antrag gestellt wird, mich auf die Transplantationliste (Zentralcomputer in Leiden/NL) mit dem Merkmal HU (highly urgent = höchste Dringlichkeit) zu setzen; nach vier Tagen wird der Antrag positiv bestätigt;
Dezember/Januar 2007
Warten und Warten und Warten, dazwischen Weihnachten (Mutter und Tante Thea vor Ort) und Neujahr (Dagmar und Norbert, teilweise auch mein Bruder Fabian)
Prof. Körfer, der Direktor dieser Klinik,teilt uns mit, dass die Wartezeit auf ein Spenderherz erfahrungsgemäß
ca. 6-10 Wochen dauere; er sei zuversichtlich, dass dieser Zeitraum auch hier zutreffe;
Seit dem 23.11.06 hatten sich meine Eltern in Bad Oeynhausen eine Wohnung gemietet, sodass in der Regel Montag bis Mittwoch mein Vater, an den Wochenenden meine Mutter vor Ort waren; zwischendurch kamen Alexandra, ehemalige Klassenkameradin, und Micha Römisch, Mitglied der Bielefelder Philharmoniker, aber auch andere Freunde und Verwandte aus Berlin, Köln, Frankfurt/M und Ingolstadt zu Besuch;
Fünfte Operation am Dienstag, den 23.1.2007
Montag, der 29.1.2007
Anfang Februar 2007:
Verlegung auf die HTX-Station, auf der alle Transplantieren nachbehandelt werden (Chefarzt PD
Dr. Tenderich);
Beginn der Physiotherapie (Ergometer, Treppensteigen) sowie der medikamentösen Behandlung durch Immunsuppressiva (gegen die Abstoßung des Herzens)
Erste Biopsie (= Entnahme einer Gewebeprobe) – ohne Befund
Samstag, den 24.2.2007
Mittwoch, den 14. März 2007
Do. 19.04.2007
Rehabeginn für 3 Wochen; Ort: Teltow (Seehof) bei Berlin.
Schweres Unterfangen: Sportliche Übungen sind sehr gut und helfen, das Essen hingegen ist eintönig, da es morgens und abends immer das gleiche gibt.
Glücklicherweise ist die Rehaklinik nur 10 Min. mit dem Auto von zu Hause entfernt, so dass ich öfter daheim bin.
Do. 10.05.2007
Di. 15.05.2007:
Mo. 11.07.2007:
Ich soll wieder in das Arbeitsleben eingegliedert werden. Anfangs arbeite ich 4 Stunden täglich, nach drei Wochen immer eine Stunde mehr und Anfang Oktober soll ich wieder vollständig arbeiten. An den Rehatagen arbeite ich zu Hause.
Mo. 17.09.2007:
Nach einer telefonischen Rückfrage, wie es denn um meinen Schwergeschädigtenausweis steht, erhielt ich die Antwort, dass der in der Bearbeitung sei und evtl Ende des Jahres ich eine Nachricht erhalte. Daraufhin habe ich einen Anwalt eingeschaltet, der sich der Sache annimmt.
Mo. 01.10.2007:
Ich bin wieder vollständig arbeitsfähig und bin wieder normal bei meiner Firma angestellt.
Mi. 15.10.2007:
Am heutigen Tage teilte das Berliner Versorgungsamt meinem Anwalt mit, dass der Bescheid ergangen sei und ich ihn demnächst erhalten würde.
Ab jetzt nur noch besondere Ereignisse
Dezember 2007:
Innerhalb der ersten Dezemberwoche bin ich am CMV-Virus erkrankt. Dieser Virus ist nur für transplantierte gefährlich, weswegen ich eine Woche im DHZB verbringen musste. Zum Glück war kurz vor Weihnachten alles wieder okay.
Di/Mi 29./30.01.2008:
Ich war dann zwei Tage im DHZB und wurde intensiv untersucht (Herzkatheter und Biopsie): Eigentlich alles okay, ich habe allerdings eine Transplantatsvaskulopathie in Microstadium. Diese wird jetzt durch andere Medikamente bekämpft.
Di. 08.04.2008:
Ich war wieder mal zur Routineuntersuchung in DHZB. Alles okay z.Zt. Ich muss nur noch alle zwei Wochen Blutproben einsenden und alle 4 Monate zur Routineuntersuchung.
April 2008:
Juni 2008:
April 2009:
Untersuchung der Nierenfunktion, weil diese ebenfalls Schaden genommen hat. Die Werte sind aber für 2,3 Jahre nach der Transplantation echt gut, laut Arzt.
April 2013:
Dezember 2015:
Jetzt muss ich wohl wirklich aktiver gegen die Transplanationsvaskolopathie vorgehen, damit es die letzten Stents für mich waren.
Dezember 2016:
Zur Kontrolle der letztjährigen Stents musste ich mich einer erneuten Herzkatheteruntersuchung unterziehen. Die Routinekontrolle davor war recht gut, so dass ich dann doch etwas enttäuscht war, dass dennoch ein erneuter Stent hinter denen vom letzten Jahr zu setzen war.
Dezember 2017:
16.1.2020:
Zur Routinekontrolle der Stents musste ich mich einer wieder zur Herzkatheteruntersuchung ins
DHzB begeben und nahm wohlweißlich die BVG. Höhe Ku-Damm in der U-Bahn erhilt ich einen Anruf,“Ob ich wohl schon weg wäre - der Kathter kann heute nicht stattfinden! Der findet nächste Woche statt. -



gut augestigegen und geguckt was so am Ku-Damm los ist!- War nichts ab nach Hause!
22.1.2020:
Wieder zum
DHzB per BVG gefahren. Diesmal fand die Routinekontrolle statt und anschließend ging es auf Station ins Zimmer - auf den HK warten. Gegen 17:00h (ohne Essen) hieß es heute nicht mehr - morgen. Ich war bedient und ärgerlich. Glücklicherweise brauchte meine Mutter Abends Bier vorbei. Das half dann.
23.1.2020:
24.1.2020:
Jan.2021:
Wieder Routinekontrolle im
DHzB: Alles okay mit dem Herz.
Hinsichtlich der Corona-Impfung teilte man mir mit, dass ich mich schnellstmöglich impfen lassen sollte, egal mit welchem Impfstoff, jedoch wenn möglich einen mRNA-Impfstoff. Ich solle auch nicht auf andere Impfstoffe warten.
März 2021:
Dank einer befreudeten Ärztin habe ich meine erste Impfung mit
AstraZenecas Vaxeria gegen das Corona-Virus bekommen. Ich bin echt froh darüber.
Jun.2021:
Wieder Routinekontrolle im
DHzB: Alles okay mit dem Herz, sogar so gut, dass der normalerweise halbjährlich stattfindende Herzkatether anstatt im Winter 2021 erst im Sommer 2022 stattfinden soll.
Jul.2021:
Erhalt der Zweitimpfung, ebenfalls mit
AstraZeneca, gegen Corona.
Dez.2021:
Jan.2022: